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Marathonläufer Peter Rodewald

Biometrie: 17.01.1983 / 165 cm / 57 kg
Verein: LSV LOK ARNSTADT

Ich habe mit 13 Jahren das Laufen angefangen und war im Schüler- und Jugendbereich schon recht flott unterwegs.

Doch der Leistungssport war mir nach 5 Jahren zu viel. Kurz vor dem Abitur hörte ich von heute auf morgen mit dem Laufen auf. Zuerst war es ein seltsames Gefühl, wenn man auf einmal so viel Freizeit hatte. Ich war die Jahre zuvor fast täglich im Training und am Wochenende zum Wettkampf, in den Ferien im Trainingslager. Aber dann konnte ich es genießen. Ich begann mit Kampfsport (Taekwondo), was mich schon immer fasziniert hat.
So gingen über 4 Jahre ins Land, ohne dass ich wieder laufen wollte. Im August 2005 war es dann so weit. Eine Frau schaffte es, mich zu überreden, dass ich einfach mal eine Runde laufe. Ich hatte vorher schon ein paar Mal davon gesprochen, dass ich den Gedanken daran irgendwie reizvoll finde. Ich lief also meine ersten 8 Kilometer... in qualvollen 40 Minuten. So anstrengend es auch war, fand ich doch Gefallen daran. Aus den anfänglichen 30 Kilometern pro Woche wurden schnell 50, dann 80. Doch auch mal wieder bloß 60 Kilometer pro Woche. Aber ich hatte wieder Feuer gefangen und so steigerten sich nach 4 Monaten "Eingewöhnung" die Kilometerumfänge rasch erst auf 100 pro Woche und 3 Monate später auf 120 km. Nach knapp 9 Monaten Training war ich wieder auf dem Leistungsstand, wo ich 5 Jahre zuvor aufgehört hatte.

Nach abgeschlossener Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten bin ich seit 2007 wieder Student. Das Psychologiestudium gibt mir zwar ein paar wenige Freiheiten, was die Flexibilität der Trainingszeiten angeht und ist zumindest körperlich nicht belastend, aber es verlangt trotzdem meine ganze Aufmerksamkeit. Streckenweise verlangt es auch sehr viel Zeit, weil ich Vollzeitstudent bin, wie jeder andere auch und die Zeiten in denen Studenten unendlich viel Freizeit hatten, sind lange vorüber. Mit der Einstellung Studium ist Entspannung vom Training und Training ist Entspannung vom Studium kann ich beides genießen, auch wenn die Zeit mal eng wird.

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